Sei wählerisch!

Schüler/innen informieren sich bei Podiumsdiskussion über Parteiprogramme

Zeitgleich mit der Europawahl am 26. Mai 2019 finden in Hamburg die Wahlen der Bezirksversammlungen statt. Es folgt die Wahl der Bürgerschaft in Hamburg 2020.... Grund genug, sich einmal ein Bild zu verschaffen, wie sich die zurzeit in den Parlamenten vertretenen Parteien zu wichtigen Fragen positionieren. In diesem Sinne hat das ATh mit der Deutschen Schulmarketing-Agentur (DSA) youngstar im Rahmen der Veranstaltungsreihe „It’s your choice“ eine Podiumsdiskussionin der Aula Wegenkamp organisiert, bei der Vertreter_innen aus der Politik sich mit Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs und des 2.Semesters über aktuelle Fragen austauschen konnten. Zuvor hatten die Schüler_innen Gelegenheit, sich im Unterricht über Schwerpunktthemen zu verständigen, die Gegenstand der Diskussion sein sollten. Dazu zählten sowohl lokalpolitische als auch EU-Themen wie beispielsweise die Legalisierung von Cannabis in der Bundesrepublik, Artikel 13 und die Debatte um Uploadfilter im Internet, Fridays for future-Demonstrationen sowie Verkehrs-und Umweltpolitik, Dieselfahrverbote im Konkreten und Klimaschutz im Allgemeinen...Entsprechend dem Neutralitätsgebot waren Vertreter_innen aller in der Bürgerschaft vertretenen Parteien eingeladen. Anwesend waren Abgeordnete von SPD, CDU, den Grünen, der Linken und der FDP. Die AfD hat ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt.Couragiert wurde von Schülerseite nachgehakt, kritisiert, auf Widersprüche aufmerksam gemacht, Unmut geäußert, was den geladenen Politiker_innen argumentativ einiges abverlangte.Dabei traten auch schon einmal innerparteiliche Widersprüche in Form abweichender Haltungen Anwesender von offiziellen Positionen der Bürgerschaftsfraktionen zutage oder einzelne Abgeordnete lieferten sich rhetorische Rededuelle mit den politischen Kontrahenten. Politik zeigte sich als das, was sie ist: als kontroverser Diskurs. Deutlich wurde dabei auch, dass das politische Engagement Jugendlicher sich insbesondere auf regionaler Ebene durchaus lohnen kann. Das Feedback der Teilnehmenden war überwiegend positiv. Kritisch wurde allenfalls angemerkt, dass die Vielzahl der Themen angesichts des zeitlichen Rahmens von 90 Minuten eine z.T. wünschenswerte Vertiefung erschwert hat, eine noch stärkere Reduktion in Zukunft sinnvoll sein könnte. Viele wünschten sich mehr solcher Gelegenheiten der politischen Diskussion und diskutierten auch in der Pause noch leidenschaftlich weiter......